Kreatin – Was Kreatin ist, warum es nicht ausreichend in unserer Nahrung vorkommt und warum es als „legales Doping“ bezeichnet wird
Kreatin: Der Akku für deine Zellen.
Kreatin gehört zu den am besten erforschten Supplementen der Welt. Ursprünglich im Bodybuilding verwurzelt, hat es heute seinen Platz im Leistungssport und der Medizin gefunden. Warum bezeichnen es Experten als „legales Doping“?

ATP-Recycling in Millisekunden.
Kreatin ist eine natürliche Substanz, die aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin gebildet wird. Es spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel jeder einzelnen Zelle – insbesondere in den Muskeln und im Gehirn.
Man kann es sich wie einen Akku für Kurzzeit-Energie vorstellen: Es hilft dabei, verbrauchtes ATP (Adenosintriphosphat), den universellen Treibstoff des Körpers, blitzschnell wieder aufzuladen. Mehr Kreatin bedeutet mehr Phosphatspeicher, was in mehr Power bei Sprints und schweren Sätzen resultiert.
Mehr Schnellkraft
Kreatin kann die Leistung im Schnell- und Maximalkraftbereich nachweislich um 5 % bis 15 % steigern – völlig legal und sicher.
Schnellere Erholung
Durch pralle Phosphatspeicher regeneriert dein Körper zwischen intensiven Sätzen deutlich schneller und ist eher wieder bereit.
Neuroprotektion
Nicht nur für Muskeln: Kreatin wird zunehmend als Schutzfaktor für das Gehirn geschätzt und unterstützt die kognitive Performance.

1 kg Fleisch für 5 g Kreatin?
Unser Körper produziert täglich etwa 1-2 g Kreatin selbst. Den Rest nehmen wir theoretisch über Fleisch und Fisch auf. Doch hier liegt das Problem: Um die therapeutisch wirksame Menge von 3-5 g zu erreichen, müsstest du täglich etwa 1 kg rohes Rindfleisch essen.
Besonders für Vegetarier und Veganer sind die Speicher oft suboptimal gefüllt. Eine Supplementierung ist hier die logische Konsequenz, um das volle Potenzial der zellulären Energieproduktion auszuschöpfen, das über die normale Ernährung kaum erreichbar ist.